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Keinehosensonntag

Linktauschbörse aus Januar 2016

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Was habt ihr denn so spannendes und interessantes gefunden?

Ein ruhiger Abend im Bordrestaurant.

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Im Bordrestaurants des IC war nichts mehr los. Die Belegschaft hat elektronische Musik aufgelegt, deren Rythmus sie, einer Dampflock gleich, durch die Schicht treibt. Ein Gast im Anzug schläft am Vierer-Tisch. Vor ihm ein halb ausgetrunkenes Helles und die Tageszeitung, die Ihre Schuldigkeit für heute getan hat. Eine ist mit Laptop, iPad, iPhone und einem weiteren Smartphone ausgestattet. Sie arbeitet scheinbar noch und hört dabei Musik über Kopfhörer. Die ständigen Hinweistöne ihrer Geräte überhört sie dabei und so fügen sich Pieps- und Brummgeräusche asynchron in die Musik des Wagons ein. Ich würde auch gerne dem Eskapismus hingeben, doch habe ich meine Kopfhörer im Urlaub irgendwo verlegt oder irgendwo verloren.

Schon vorhin am Bahnsteig wäre ich einem Gespräch gerne entgangen. Während ich wartete sprach mich ein hagerer Typ an. Seine Tattoos links und rechts am Hals komplettierten das Bild des vermeintlichen Möchtegern-Gangsters. Er wollte nach Sachsen-Anhalt fahren, um sich dort einen Kampfhund abzuholen und offenbar war ihm meine Meinung dazu sehr wichtig. (mehr …)

Linktauschbörse Dezember

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Was habt ihr denn so spannendes und interessantes gefunden?

Aufnahmsweise: 16. clubkinder Tagebuchlesung

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„Hi Anna, mir tut es Leid wegen des toten Meerschweinchens. War das nicht schon das zweite?“ – David

Kurz vor Weihnachten macht sich der clubkinder e. V. selbst ein Geschenk und unterstützt sich mit der Tagebuchlesung selbst. Die Spenden, die im Gruenspan gesammelt wurden, werden allerdings nicht für irgendeine Weihnachtsfeier auf den Kopf gehauen. Stattdessen werden damit Welcome Dinner im nächsten Jahr geplant, um auch 2016 Willkommenskultur zu zelebrieren. An dieser Stelle riesengroßen Dank an das Publikum, das wieder so zahlreich vorbei kam, dass die Schlange fast um den Block reichte. Ein weiteres Geschenk war der Besuch des Hamburger Kneipenchors, der mit seiner Stimmgewalt meinen kleinen Recorder etwas in die Knie zwang. Live ist es halt immer noch am Besten.
Wer sich noch an die erste Hälfte der 6. clubkinder Tagebuchlesung erinnert, wird ein kleines Deja Vu erleben. Alle anderen bekommen dieses Mal den Mitschnitt in voller Länge. Die Fotos von der Tagebuchlesung gibt’s dann in der Veranstaltung auf Facebook.

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Linktauschbörse November

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Was habt ihr denn so spannendes und interessantes gefunden?

Ein Teil dieser Antwort würde Sie verunsichern

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„Was haben Sie denn da im Rucksack?
Im Rucksack? Was haben Sie da drin?“

Die Frau musste zwei Mal fragen, weil ich mich erst gar nicht angesprochen fühlte. Das Konzert von Vivie Ann in Bergedorf war zu Ende und ich machte mich gerade fertig für den Heimweg. Zuerst wollte ich ehrlich auf die Frage antworten. Aber was sollte die Frau mit: „Einen Game Boy, eine Power-Bank und Kopfhörer für’s Smartphone, ein paar Ladekabel, alte Briefe, drei Stifte, einen Stoffaufnäher, mein Portemonnaie, ein Bonbon, dass schon mal aufgeweicht war und ein Kühlschrankmagnet.“ anfangen? Außerdem, was ging es sie an? Die Frau wirkte verunsichert, weil ich nicht antworte. Und dann merkte ich, dass ich meinen Radfahrschal schon bis über die Nase gezogen hatte. Ich war der fremde vermummte Mann, der am Ausgang herumlungerte und in seinem Rucksack wühlte.

Ich setzte mir meinen wollenden Hut aus Himachal Pradesh auf und versuchte die Situation mit einem Witz aufzulockern, als ich auf die Frau zuging. „Sie sprechen mich wohl an, weil ich einen ausländischen Hut auf habe.“ Den Loop zog ich mir dann aber auch vom Gesicht und erklärte ihr, dass ich mich gegen die Kälte warm anziehe und gleich noch mit dem Rad zurück in die Stadt wolle. Wir sprachen noch kurz über das Konzert und die Radwege der Umgebung bevor ich losfuhr. Vom Rucksackinhalt erzählte ich ihr aber nichts mehr.

Offenbar gibt es wohl wirklich nach den Anschlägen in Paris eine Terrorangst (Symbolbild) in Deutschland. Ich fände es allerdings schön, wenn meine Mitmenschen etwas reflektierter dabei wären. Ich mein, ein Terroranschlag in einem Hinterhofbillardraum in Bergedorf? Noch dazu nach dem Konzert, wenn schon die ersten gegangen sind? Da ließe sich doch was besseres planen, wenn man’s drauf anlegt. Hier übrigens ein Hinweis für angehende Terroristen: Geht auf gute Konzerte und anschließend gut gelaunt nach Hause. Einfach so. Ohne Anschlag. Das könnt ihr dann auch nach belieben wiederholen. Und der Rest, der soll sich mal nicht so schnell verunsichern lassen.