Heute Gibt’s: Aloo Mattar Mushroom

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Ich weiß nicht, ob ich das hier schon mal gesagt hab, aber eine Sache, die mir an der indischen Küche besonders gefällt ist, dass, wenn man es erst mal raus hat, man in einem Topf Unmengen an leckerem Essen machen kann. Kurz gesagt: Indisches Essen skaliert gut.

Denn viele Indische Gerichte sind effektiv das, was man in Deutschland „Eintopf“ nennen würde. Und die passen prima zur Wetterlage der norddeutschen Tiefebene, in der ich mich gerade befinde: Arschkalt.

Diesmal hat meine Freundin das Kochen übernommen und ich durfte mich aufs klein Schneiden und Handreichungen konzentrieren. Wenn das erst mal erledigt ist, geht alles ganz fix und ergibt einen Eintopf, der beim Essen Appetit auf mehr macht und von dem ich erst lassen kann, wenn nichts mehr reinpasst.

Die Köchin des Abends
Die Köchin des Abends

Die zweite Sache, die ich bei indischer Küche toll finde: Der Name verrät oft schon die Hauptzutaten. Wer Hindi kann, weiß schon seit dem Titel, was er einkaufen muss. Der Rest sollte in den meisten Küchen schon vorhanden sein oder sind eh optional.


Für alle nicht des Hindi mächtigen: Aloo = Kartoffel, Mattar = Erbsen und Mushroom = Pilze. Dem aufmerksamen Leser fällt auf, dass die letzte Zutat sich auch mit schnöden Englischkenntnissen aus der Schulzeit herleiten ließe. Das liegt daran, dass sie eigentlich nicht in Indien vorkommen. Sie wurden von den Engländern mitgebracht und gehören mittlerweile fest zur Küche. Praktischerweise haben die Inder den Namen gleich mit übernommen – wie bei vielen Begriffen, die aus anderen Kulturen stammen.

Aloo Mattar Mushroom

Zutaten

(für zwei hungrige Personen)

1 EL Pflanzenöl, Butter oder Butterschmalz

1/2 Zwiebel (fein gehackt)

1 Knoblauchzehe (fein gehackt)

1 Chili-Schote (halbiert, nach Geschmack auch mehr)

1 TL Koriandersamen (ganz)

1/2 TL Kreuzkümmel (ganz)

1 Messerspitze Kurkuma (gemahlen)

1/2 Tomate (klein gehackt)

3 mittelgroße Kartoffeln – „Aloo“ (in kleine Würfel geschnitten)

300 g Erbsen – „Mattar“

300 g Champignons – „Mushroom“ (geviertelt)

1/2 Liter heißes Wasser

1 Bund frischer Koriander (grob gehackt)

Brot und/oder Reis

Zubereitung


In einem großen Topf, einer tiefe Pfanne oder einem Wok das Öl auf hoher Hitze erwärmen. Zuerst die Koriandersamen, Kreuzkümmel und Chili anbraten, dann Knoblauch und Zwiebeln dazu geben und glasig dünsten. Dabei die ganze Zeit ordentlich rühren, damit nichts anbrennt und sich alles schön vermengt. Danach die Tomaten hinzugeben und alles bei geschlossenem Deckel braten lassen, bis es anfängt, braun zu werden.

Jetzt das Kurkuma hinzufügen. Dabei reicht wirklich eine Messerspitze, es ist vor allem für die Farbe da. Jetzt wieder alles durchrühren und erneut braten lassen. Nach ein paar Minuten kommen die Kartoffelstücke dazu, da sie am längsten brauchen. Sobald sie etwas angebraten aussehen, können die Pilze dazugegeben werden. Wie immer alles verrühren und braten.


Da die Erbsen am schnellsten gehen, kommen sie ganz zum Schluss dazu, wenn die Kartoffeln und Pilze schon etwas gar sind. Während die Erbsen kurz mitbraten, einen halben Liter Wasser im Wasserkocher aufkochen. Die Gemüsepfanne mit dem heißen Wasser aufgießen und alles von den Wänden kratzen, was noch fest sitzt. Das Wasser sollte alles bedecken.

Jetzt eine ordentliche Prise Salz hinzugeben (nach Geschmack auch mehr) und erneut aufkochen. Solange kochen, bis die Kartoffeln gar sind, die Pilze können ruhig noch Biss haben. In der Zwischenzeit den Koriander klein hacken und zum Schluss drüber geben.

Dazu gab es bei uns stilsicher Focaccia. Wer im kulturellen Rahmen bleiben möchte, reicht dazu Reis und/oder Fladenbrot.

2 Antworten auf „Heute Gibt’s: Aloo Mattar Mushroom“

  1. Hallo Florian, das sieht sehr lecker aus, das werde ich demnächst nachkochen. Durch die Fotos und Erklärungen weiß man auch wie es geht. Da könnte noch ein Kochbuch draus werden – für Leute, die nicht nur indisch essen, sondern selbst kochen und auch noch etwas über Indien erfahren wollen. Lg, M.

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