Heute gibt’s: Khichdi

Ich esse gern. Damit gehöre ich vermutlich zu 96 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Außerdem koche ich gern, was den Prozentsatz vermutlich ein klein wenig schrumpfen lässt. Ich bin kein Profi, sondern im besten Sinne des Wortes Amateur: Ich lerne gerne neues und entdecke neue Gerichte oder Methoden. Unter „Heute gibt’s“ schreibe ich darüber.

Meine Freundin stammt aus Indien. Eines der ersten Rezepte, dass ich von ihr gelernt habe, war auch zugleich ein „Liebesdienst“: Khichdi (gesprochen wie „Kidschrie“) gab’s bei ihr zuhause nämlich immer dann, wenn sie krank war. Und so durfte ich es auch „nach Anleitung“ zubereiten, als sie mit einer Erkältung im Bett lag. Aber es schmeckt auch klasse, wenn man gesund ist.

Für mich war es eines der ersten indische Gerichte, das ich alleine gekocht habe. Zum Glück war es genauso einfach und schnell wie lecker und hat seinen Zweck voll erfüllt.

Khichdi lässt sich leicht variieren. Es existieren dutzende Varianten und es gibt kein allgemeingültiges Rezept; von mir gibt es hier eine vegetarische Version mit Erbsen.

Khichdi

(Zutaten für 3 hungrige Personen oder 4 normale)

3 Esslöffel Pflanzenöl

2 Gemüsezwiebeln, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

3 TL ganze Koriandersamen (alternativ 2 TL gemahlen)

2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

1 TL Kurkuma, gemahlen

2 Chilischoten, fein gehackt (optional)

250 g Erbsen

1,5 Tassen Reis (Basmati)

2 TL Salz (nach Geschmack)

250g Joghurt pur

Zubereitung

Das Öl in einer großen, tiefen Pfanne oder einem großen Topf stark erhitzen. Währenddessn die Koriandersamen in einem Mörser oder in der Hand grob zerdrücken. Wenn das Öl heiß ist, die Koriandersamen, den Kreuzkümmel und die Chilis darin kurz „anschwitzen“, bis es zu brutzeln beginnt. Das ist typisch für indische Küche und erschließt die Geschmacksstoffe der Gewürze erst richtig.

Nach einer Minute Zwiebeln und Knoblauch hineinwerfen und unter Rühren anbraten. Nach ein paar Minuten, wenn die Zwiebeln etwas durchsichtig werden und beginnen, braun zu werden, kommt das Kurkuma hinzu. Das ganze ebenfalls etwas kurz braten lassen. Dadurch verliert es seine harte Kante und dominiert nicht so sehr.

In der Zwischenzeit den Reis waschen. Dafür einfach in einer Schüssel oder einem Sieb unter fließendes Wasser halten und das Wasser abgießen bzw. abfließen lassen, bis keine milchige Suppe mehr entsteht. Das wäscht die lose Stärke weg und sorgt dafür, dass der Reis nachher nicht so muffig schmeckt.

Den noch nassen Reis in die Pfanne zu den anderen Zutaten geben und alles vermischen. Immer weiter rühren und braten, bis das Wasser verdampft ist und dann mit der doppelten Menge heißen Wasser (3 Tassen) aufgießen. Die aufgetauten Erbsen dazugeben und unter Rühren aufkochen. Jetzt das Salz dazu, Deckel drauf und kochen lassen. Wer keinen Deckel hat, brauch etwas mehr Wasser.

Gelegentlich umrühren und sobald das Wasser fast verschwunden ist, den Reis probieren. Ist er noch zu fest, weiter zugedeckt kochen lassen. Ist er schon gar, den Deckel abnehmen und unter Rühren das restliche Wasser verkochen lassen. Wenn es seidig glänzt, aber keine „Pfütze“ mehr zu finden ist, kann das Khichdi auf den Tisch.

Auf dem Teller einfach mit etwas purem Joghurt vermischen und reinhauen. Wer welchen da hat, kann frischen Koriander grob hacken und drüber streuen. Schmeckt auch ohne Erbsen, dann eventuell mehr Zwiebeln nehmen oder weniger Reis.

Guten Appetit!

3 Antworten auf „Heute gibt’s: Khichdi“

  1. ich fühle mich als nicht-rechnen-könnender-single benachteiligt. jetzt muss ich jemanden finden, der mir die mengen auf eine person runterbricht ;)

    grüße und bis bald, jule.

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