Kopieren, teilen, weiterleiten — Ein Kettenbriefdebakel

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich an der Verbreitung eines Kettenbriefs teilgenommen habe. Ab und an tauchen die in meiner Timeline bei Facebook auf und oft ärgere ich mich darüber, dass Freunde und Bekannte so unreflektiert an diese Dinger rangehen und fröhlich drauflos spamen. In den meisten Fällen, stirb meine Mutter innerhalb von 24 Stunden an sieben Jahren schlechten Sex und geänderten Facebook-Richtlinien und nur ich kann dies verhindern, indem ich diese Nachricht mit jedem, der mir auch nur ansatzweise etwas bedeutet teile.

Dass dann ein Kettenbriefaufruf bei mir auftauchte, der nicht das Ende der Welt verkündete und dazu noch etwas nettes in Aussicht stellte, verunsicherte mich. So etwas kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Da ist doch ein Haken dran. Und dann dachte ich: „Was habe ich schon zu verlieren?“

Bildschirmfoto 2014-01-23 um 13.15.54

Wahrscheinlich könnt ihr euch schon denken, was daraus geworden ist. Es sind wieder Leute ins Dschungelcamp gekommen. Wahrscheinlich hat sich der eine oder andere auch den kleinen Zeh an der Bettkante gestoßen. Und ich habe gelernt, dass man, obwohl man in der gleichen Stadt wohnt, auf allen möglichen Wegen erreichbar ist und sich schon lange kennt, es nicht unbedingt schafft sich zu Kaffee und Klönschnack zu verabreden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.