Nach dem Kiez noch kurz an den Hafen

Frühstück in Kiel
Manchmal kommt es ja vor, dass man sich gut unterhält. Ab und an sogar so gut, dass man die Zeit darüber vergisst. Das hatte ich gerade. Ich würde den ganzen Abend als rundum gelungen beschreiben. Es gab frisches und leckeres Essen, dazu gute Musik und ein angenehmes Publikum und ich hatte nette Begleitung. Nach einem wunderbarem Programm ging es auf einen Absacker in eine gute Bar ein Stück abseits der Reeperbahn und über den ganzen Abend hinweg habe ich mich gut unterhalten. Das Gespräch brachte sogar eine dieser Ideen mit sich, die einem angetrunken unglaublich eloquent erscheinen und einem selbst vor den Kopf schlagen lässt, dass man da nicht früher drauf gekommen ist. Und dann ist es diese Idee nüchtern betrachtet immer noch. An sich wurde dies alles nur kurz vom Anruf meines Cousins unterbrochen, der mich auf seinem Weg nach Kiel als Umzugshilfe mitnehmen wollte. Da mein Platz allerdings von einer größeren Zimmerpflanze besetzt war, ließ er es mir frei, ob ich dazu stoßen wollte oder nicht.

Als die Bar schloss stellte ich erstaunt fest, wie spät es bereits war und machte mich auf den Weg zur Bahn. Kurze Zeit darauf ging ich am Hafen die Kieler Förde entlang und bog nach einem kurzen Spaziergang in die Altstadt ab. Der Umzug hatte gerade erst begonnen und so schnappte ich mir einen Stuhl, trug ihn in die neue Wohnung, begrüßte meinen Cousin, seine Frau und die anderen und schnappte mir dann einen Kaffee. Umzüge sind kaum anstrengend, wenn es nur in den ersten Stock geht und genug Leute mit anfassen. Sie sind dafür umso anstrengender, wenn nach der ersten Fuhre noch ein paar Sachen aus dem 4. Stock eines Altbaus und einer weiteren Wohnung mit längeren Laufwegen abgeholt werden müssen. Aber auch das bekamen wir ziemlich zügig in und aus dem Umzugswagen. Nachdem die meisten Sachen standen wurde der Grill aufgebaut, zusammen gesessen und geredet. Und nach einem Abendspaziergang ging es für mich dann auch endlich ins Bett.

Heute ging es nur kurz auf den Frühlingsjahrmarkt, bei dem mir auffiel, dass Kiel ein wenig wie eine Miniatur von Hamburg funktioniert. Der Jahrmarkt ist direkt an der Förde, neben dem Museumshafen und benachbart von Gebäuden, die auch gut in der Hafen-City stehen könnten. Die Rote Meile ist keine 300 Meter lang und von dort fußläufig erreichbar. Und der Kieler „Telemichel“ ist auch nicht weit weg. Sicher hat Kiel aber auch eigene Attraktionen zu bieten. Die gucke ich mir das nächste Mal an.

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