This is just a tribute. – Kieler Woche 2013

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Die größte Frechheit vorab: 
2 Euro für einen Käsespieß, der aus zwei Weintrauben und drei Käsewürfeln bestand.

Seit ich in Hamburg wohne, liegen mir Bekannte, Freunde und Kollegen ein Mal im Jahr damit in den Ohren, dass die Kieler Woche eines der Ereignisse im Jahr ist, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Jahrelang ließ ich die guten Ratschläge dort hinzufahren an mir abperlen. Doch steter Tropfen höhlt den Stein.

Am Bahnhof ist die erste Bühne aufgebaut, bereit die Anreisenden direkt in Partystimmung zu bringen. In der Innenstadt stehen die silbern angemalten Charlie Chaplin und die Frau mit dem Apfelkorb, die ich sonst in der Hamburger Innenstadt antreffe. Auch den einen oder anderen Bettler meine ich wiederzuerkennen.
Wo Platz ist, ist ein Verkaufsstand. An der einen oder anderen Stelle finden sich 1 Meter 50 breite Büdchen, die Likör-Shots für einen Euro verkaufen. An Fahrradständer wurden Tischflächen geschraubt und die großen Blumenkästen erhielten auch Aufbauten, die Abstellflächen brachten.

Die Kiellinie entlang steht abwechselnd Würstchenbude neben Bierstand. Hier wurde der Begriff Fressmeile wortwörtlich genommen. Natürlich gibt es auch andere Stände Süßwaren und Cocktailstände machen einen Großteil davon aus. Zu den Attraktionen zählen auf dem Stück die Seehunde des Helmhotz-Zentrum für Ozeanforschung und ein paar Jungs, die eine Slack-Line zwischen den Bootsanlegern gespannt haben, auf der einer über das Wasser balanciert, während zwei andere an das staunende Publikum Wasserbomben verkaufen, mit denen sie versuchen den ersten aus dem Gleichgewicht zu bringen.

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Am Rathaus ist der Internationale Markt angesiedelt, auf dem es Spezialitäten aus aller Welt zu verköstigen gibt. Neben finnischem Feuerlachs und indischer Pakora steht dort unter anderem Krokodil, Strauß und Känguru auf der Speisekarte. Den Teil fand ich sehr gut, da ich damit wirklich nicht gerechnet habe, nachdem ich ich das Angebot der Kiellinie kennenlernte. Amüsant fand ich den Ansatz am polnischen Stand. Hier wurde normales Bier mit 5,6 Runden angeboten und zusätzlich noch eine Sorte, die mit „Strong“ angepriesen war.

Rund um die Hörn findet ein kleiner Jahrmarkt statt. Es gibt die Wildwasserbahn und das Höhenkettenkarussell, das jedem Besucher des Hamburger DOMs auch bekannt sind. Das war es dann aber auch schon an großem Fahrgeschäft. Größter hölzerner Dreimaster und der größte Viermaster der Welt liegen vertäut im Hafen. Unweit davon die Luisiana-Star. Das Bekannte Schild für Hafenrundfahrten ist am Boot, aber da niemand köbert ist das Wohl nicht erst gemeint.

Neben den Straßenmusikern treten auf den großen Bühnen auch musikalische Bekanntheiten wie Silbermond oder die Fantastischen Vier auf. Das Gros der musikalischen Untermalung des Volksfestes macht aber  eine der 34 Coverbands aus. Alt-Rock und Popmusik. Alles was die Masse zum schunkeln und mitklatschen bewegt. Wahrscheinlich bin ich einfach zu nüchtern, um das einfach gut zu finden.

Das Highlight der Kieler Woche soll übrigens die Windjammer-Parade zum Ende der Kieler Woche sein. Die findet allerdings nicht in Kiel, sondern etwas außerhalb in Schilksee statt. Das guck ich mir dieses Jahr aber nicht mehr an. Mir tun die Füße weh.

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Axel von der Bootsbaugarage hat noch einen anderen Blick auf die Woche.

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