Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.“, ist mit Sicherheit das bekannteste Ende einer Beziehung. Und auch wenn es sich zu schön anhört um wahr zu sein, ist es doch in den meisten Fällen so. Die Märchen erzählen aber nicht die Geschichte, nach der Trennung.

Das man eine Trennung nicht per SMS oder E-Mail beenden sollte, ist einer der dämlichsten Beziehungsratschläge, die je gegeben wurden. Natürlich darf man sich so einfach dazu äußern, was man für die Beziehung und schließlich auch für sich selbst wünscht. Gerade, wenn es eher eine kurze Liebschaft ist, als eine langjährige Beziehung, sollte es vollkommen ok sein, sich so zu verabschieden. Zum Verabreden reicht es ja auch. Außerdem ist es im Normalfall auch keine leichtfertig getroffene Entscheidung.

An irgendeinem Punkt sind die Brüche nicht mehr allein überbrückbar. Und wenn auch zu zweit die Konflikte in der Beziehung nicht aus der Welt zu schaffen sind, ist es auch in Ordnung keine weitere Energie mehr darauf zu verwenden, sich abzuwenden und zu gehen. Wirklich überraschend kommt es doch selten, selbst wenn die Beziehung stark kommunikationsgestört ist. Es ist wichtig miteinander zu reden.

Wenn die Entscheidung ausgesprochen ist, besteht der eigentliche Fehler darin, die Kommunikation mit dem Ex-Partner komplett zu unterbinden. Selbstverständlich muss niemand mehr kommunizieren, als man selbst möchte. Jeder Trennende sollte allerdings das Verständnis dafür aufbringen, dass mit der Trennung nicht automatisch alles geklärt ist. Nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden. Aber offene Fragen, sollten auch abgegeben werden dürfen und auch eine Antwort erfahren.

Die Trennung ist eine besonders sensible Zeit und erfordert Rücksichtnahme beider Seiten. Dazu gehört dem Ex-Partner den Raum zu lassen, der gewünscht ist und dazu gehört auch der Anstand, nicht die Party des Lebens zu feiern, während der Ex-Partner in Trauer versinkt. Dazu gehört aber das Bestreben zur Normalität zurückzukehren.

Vielleicht muss man auf beiden Seiten gestanden haben, um das zu verstehen.
Mir jedenfalls tut es Leid.

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