Wochenendrundfahrt mit Hindernissen

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Über Pfingsten wollte ich einen Road Trip nach Thüringen und Brandenburg machen, um Freunde und Familie zu besuchen. Da eine Zugreise für die Ecken in die ich wollte ungeeignet ist, hatte ich mich dazu entschieden, ein Auto zu mieten. Die ADAC-Autovermietung fand ich dabei als günstigste Alternative. Allerdings kommt der Vorteil erst mit einer ADAC-Mitgliedschaft zum Tragen. Doch die hatte ich nicht und wollte ich nicht für extra für die Anmietung abschließen. Dennoch fand ich dadurch eine Autovermietung, die die geplanten Kilometer abdeckte und preislich im Rahmen blieb. Schon vor der Anmietung fuhr ich vorbei, um mich zu versichern, die Komplettkosten richtig verstanden zu haben. Wir sprachen vor Ort ein paar Möglichkeiten durch. Das angebotene Cabrio hätte ich gerne genommen, aber mit einem Fiat 500 wollte ich die geplanten 1.200 km dann doch nicht in Angriff nehmen. Die Alternative, ein Mazda 3, war groß genug, um nicht auf der Autobahn zum Spielball der Sogkräfte zu werden, war aber wie der Fiat ein Benziner. Um mein Budget nicht für den Sprit aufzuwenden wollte ich allerdings einen Diesel haben. Den hatten sie aber nicht verfügbar. Auf ein paar Nachfragen, ob es denn nicht doch irgendwie ginge, stellte der Service-Mitarbeiter fest, dass noch ein Golf Variant reinkäme. Ein Diesel sogar. Ich googelte kurz das Modell und: Bingo! Das war doch genau, was ich wollte. Knapp 140 Euro sollte das gute Stück für drei Tage Kosten. Das ließ ich mir als Betrag unterm Strich bestätigen.

Tags darauf war der Service-Mitarbeiter mit dem ich das soweit abgesprochen hatte nicht im Dienst. Aber sein Kollege hatte Tags zuvor mitbekommen, was wir abgesprochen haben und konnte sich noch daran erinnern. Er machte die Buchung fertig, ohne weiter meine Wünsche zu erfragen und wollte gerade die Kreditkarte belasten, als ich ihn fragte, was das denn nun alles kosten soll. „Zweihundertfünfzig Euro“, sagte er beiläufig. Moment, was? Ich erklärte ihm, dass das nicht der Preis sei, den sein Kollege mir versprochen hatte. Da hakte ich noch einmal genauer nach. Die Vollkaskoversicherung hatte er mir selbstverständlich eingebucht, Navigationssystem war auch dabei und der Wagen für drei Tage. Das Navi brauche und wollte ich nicht, erklärte ich ihm. Und die Standardversicherung mit Selbstbehalt im Schadensfall sollte mir auch genügen. Er rechnete neu und kam zu einem Preis von 160 Euro. Fast das, was mir versprochen wurde. „Hm, günstiger kriegen wir das mit dieser Kategorie nicht hin.“, sagte er. „Welche Kategorien gibt es denn noch?“, fragte ich. C und H waren seine Antworten. Und dass er mir da die günstigste Variante raussuchen wolle. Auf 150 Euro kam er im nächsten Anlauf. Noch immer nicht ganz der Preis, den ich wollte. „Was habe ich denn mit diesem Preis abgedeckt?“, erkundigte ich mich erneut. „Die Versicherung des Wagens, das Navi und den Mazda für drei Tage.“ Da war ich erstaunt. Nach gut zwanzig Minuten, war dem Service-Mitarbeiter ganz offensichtlich noch immer nicht klar, dass ich weder den Mazda mit Benzinmotor, noch das für mich überflüssige Navigationssystem wollte. Das stellte ich also noch einmal in meiner ruhigen und freundlichen Art klar. Wenig begeistert begann er seine Arbeit von Neuem. Wir scherzten darüber, dass er meine Adresse nun schon auswendig kenne. Diesmal buchte er den bestellten Wagen, kam bei 170 Euro raus und merkte aber sofort, dass ich ja kein Vollkasko wollte. Als er „Einhundertfünfzehn“ murmelte er und ich hielt ihn auf direkt auf diesem Preis fest. „Oh, das hört sich interessant für mich an. Ist da das Navi dabei?“ Er korrigierte den Preis auf 111 Euro. Der Preis schien mir angemessen. Auch wenn ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob er die günstigste Kategorie eingebucht hat, wie er es zwischendurch versprach.

Der Golf Variant kommt in dem Fall übrigens mit eingebautem Mediencenter, das auch über eine Navigation verfügt. Vor allem freute mich aber der USB-Anschluss, der mein Smartphone während der Fahrt lädt und die Bluetooth-Audioschnittstelle, mit der ich die Musik auf dem Smartphone steuern und Telefonate annehmen und führen kann. Das Auto verfügt sogar über eine Funktion, mit der ein Kompass angezeigt wird. Was sich der Hersteller dabei gedacht hat, bleibt mir allerdings ein Rätsel.

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